Graue Tristesse

20. 12. 07 Do

Graue Tristesse legt sich über die Stadt und die Luft ist frostig. Als ich am Nachmittag rüberfuhr, war der Funkturm nur noch als Schemen zu sehen und die Spitze verschwand fast ganz im Nebel. Hat schließlich auch seine Poesie; die Welt zeigt sich derzeit mehr verhangen, wer weiß, vielleicht kommt bald Schnee und lustige Schneeflocken decken alles zu. Innerlichkeit ist angesagt. Aber auch die läßt sich ganz gemütlich gestalten, wenn man nur in der Stimmung ist und ab und an etwas lostiges reinschneit. Gleichviel ob‘s nun ein witziger Einfall aus dem inneren Universum ist oder es sich dabei um eine mehr oder weniger adressierte witzige Botschaft aus dem äußeren Universum handelt. Wichtig ist nur, daß die Antennen ausgefahren sind. Bekam da nämlich vor kurzem eine hübsche Stilblütensammlung herein mit ziemlich kuriosen, teils witzigen und aberwitzigen Fußballer-Aussprüchen. Und manche waren dabei, die waren sehr eigenwillig und zwar auf eine solch lustige Art daneben, daß sie schon wieder gut waren. Zum Beispiel dieser: Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu. (Uwe Wegmann). Ja, so kann‘s gehen. Auf jeden Fall sehr witzig ausgedrückt; also, mir gefällt das, hab den Spruch seitdem schon mehrfach selber angewendet. Und er ist auch gar nicht so dumm, wenn man es richtig bedenkt; denn kein Glück haben und wirklich Pech haben ist doch wohl ein Unterschied - im ersten Falle schießt man keins, während man im zweiten Falle mindestens ein Tor kassiert wenn nicht noch mehr.

21.12.07 01:08

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